Außer Rufweite

PRESSEINFORMATION
Verlag Königshausen & Neumann


Gisela Hemau. Außer Rufweite. Gedichte.

146 Seiten, gebunden -- ISBN 3-8260-2440-0 -- Euro 14.-

Zu diesem Buch:

In den verdichteten Gegen- und Parallelwirklichkeiten der Gedichte geht es um psychische und physische Unerreichbarkeit. Abstände werden sichtbar. Dinge, Tiere, Pflanzen verwandeln sich, werden fremd. Menschen sind in sich gefangen, sind isoliert oder leiden an ihren Beziehungen.
Kommunikationslosigkeit, emotionale Taubheit und Stummheit machen das Ich zum Opfer von Täuschungen und Illusionen und führen zu Wahrnehmungsunsicherheiten, Schwindel- und Unwirklichkeitsgefühlen.
Es sind Gedichte für Augen- und Bildermenschen und Gedichte, die erzählen. Die Erzählung ist dabei nicht einsinnig. Sie wird mit ihrer syntaktischen Logik dem Zusammenhang der Bilder überantwortet. Die Bilder selbst sind offen und mehrdeutig. Durch die Hyperstruktur, das In- und Miteinander der Bilder, verschiebt, verändert und erweitert sich die Bedeutung des wörtlichen Geschehens. Da auch dieses voller Umschwünge und Peripetien ist, entsteht eine mehrdimensionale Bewegung, deren Sog der Leser erfährt, wenn er sich auf die Gedichte einläßt.

STIMMEN:

„Bei aller Schönheit und Vollkommenheit der Form laufen die Gedichte dennoch nie Gefahr, als schöne aber tote Kunstprodukte den Zusammenhang mit dem Leben zu verlieren. Vollkommenheit meint hier nicht das zeitlos Schöne, vielmehr die vollkommen dem Inhalt angemessene Form -- angemessen einem Inhalt voll schrecklicher Erfahrung. Das Gefährdetsein und die Unbehaustheit unseres Lebens, die Bedrohtheit von Ich und Welt - das ist die existentielle Grunderfahrung, die den Gedichten als schmerzhafte Wahrheit eingeschrieben ist.” (Melanie Weidemüller, WDR III)

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„Selten faszinieren Gedichte derart als Variationen von einfallsreicher und markanter anschaulicher, auch surrealer Sprache zu einem vielstufig angegangenen Thema: Das entgleitende Gelände ... Maler, Dichter, Musik und immer wieder Fahrtbilder stehen in innerem Bezug, der auch makabren Humor nicht ausspart. Lyrik 'von heute' im seriösen Sinn!” (Inge Meidinger-Geise, Die Neue Bücherei, München).