1901

Anfang 1901 trat Paul Leppin als Herausgeber auf, Ende 1901 als Autor sowie Vortragender und dazwischen als Rezensent und Lyriker. 1901 war sicherlich ein Leppin-Jahr in Prag.


Tätigkeit als Herausgeber

Ende Februar erschien das Heft Im Reiche Strauss'scher Operetten. Es enthält ein Gedicht von Paul Leppin, das in seiner ersten Sammlung Glocken, die im Dunkeln rufen neu abgedruckt wurde: Lied (Mädel mit den weichen Wangen).


Lyrik

In Stimmen der Gegenwart. Jg. 2 v. 1901, S. 127 erschienen zwei Gedichte unter dem Titel „Zwei Lieder“: I. Ich kennen ein Herz aus klingendem Stein .... II. Mädel mit den weichen Wangen ..., die beide auch in die Anthologie Glocken, die im Dunkeln rufen aufgenommen wurden.

Roman

Leppins erster Roman, Die Thueren des Lebens (ursprünglicher Titel: Schatten des Lebens) war alles andere als ein Spiegel seines täglichen Lebens, wo er sich den Ruf des Spaßmachers der Prager Bohemiens erworben hatte (Prager Rhapsodie, Bd.2, S. 88). Wie Emil Faktor später in der Besprechung des Romans Berg der Erlösung bemerken sollte: Wer Leppin „näher kennt, würde von seiner kecken, ungebundenen, konventionsfeindlichen Wesensart ein rebellierendes, ein saftiges, ein von Mut und Laune übersprudelndes Werk voraussetzen.“ (Faktor, 1909) Doch statt dessen finden wir den andern Leppin, der all die Schmerzen erkannte, die das Leben brachte.

Vortrag

Am 9. Dezember konnte man Paul Leppins Vortrag über „Moderne Romantik“ im Deutschen Haus zuhören.