Auch 1917 war Paul Leppin noch kulturell aktiv, wie A. Adams in einer Studie über die Urania in Prag anmerkt.

Die Dominanz des Deutschen Haus als der zentralen Dachorganisation des Prager deutschen Vereinslebens wurde während der Ersten Republik durch die Urania beendet, die im Winter 1916/17 gegründet wurde und im Gegensatz zum Deutschen Haus, das den Prager deutschen Vereinen und deren Gästen ein Heim sein wollte, eine aktive Veranstaltungspolitik betrieb (wie A. Adams in seiner Studie S. 107 ausführt).

Für die Ausarbeitung des Kulturprogramms wurden Beiräte eingerichtet. Neben dem bildungskünstlerischen Beirat existierte ein literarischer, ein musikalischer und ein wissenschaftlicher, die sich mehrheitlich aus Hochschullehrern und Künstlern zusammensetzten. Dem literarischen Beirat des Gründungsjahres gehörten Friedrich Adler, Paul Leppin und Hugo Salus sowie der Literaturwissenschaftler Adolf Haussen und der Direktor der Prager Deutschen Universitäts-Bibliothek Richard Kukula an. (S. 110)

Leppin scheint zumindest bis in die 30er Jahre in dieser Funktion tätig gewesen zu sein (siehe 1930).